Wachsende Datenflut: Wie Unternehmen mit der Herausforderung umgehen

Blog Post

MR BLUEFIELD - September 17, 2020

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Unternehmen stehen weltweit vor der Aufgabe, exponentiell wachsende Datenmengen zu speichern, zu verwalten und zu analysieren. Eine neue Studie zeigt, wo sie bei der strategischen Nutzung der Datenflut stehen, die sich bis 2025 nahezu verfünfachen soll.

 

Zwei Jahrzehnte Digitalisierung, das Aufkommen neuer Technologien sowie ein beschleunigter Wandel durch die aktuelle Viruskrise tragen dazu bei, dass Unternehmen immer mehr Daten produzieren. Eine neue Studie des Marktforschers True Global Intelligence und des Software-Anbieters Splunk zeigt, dass die meisten Organisationen dieser Entwicklung positiv gegenüberstehen.

Zwei Drittel der 2.259 befragten Führungskräfte aus acht Ländern, darunter Deutschland, die USA und Großbritannien, halten digitale Daten für äußerst oder sehr wertvoll. Gleichzeitig sind die wenigsten Unternehmen (14 Prozent) ausreichend auf damit verbundene Herauforderungen vorbereitet. Oftmals mangelt es an Systemen oder Strukturen, mit denen die ungeheure Menge von Daten bewältigt und deren Potenzial genutzt werden kann. Selbst für Unternehmen, die im digitalen Bereich zuhause sind, erweist sich die Entwicklung wirksamer Maßnahmen als schwierig. Dabei geht ein Großteil der befragten Entscheider von einem weiteren explosionsartigen Datenanstieg aus – allein bis 2025 soll sich die Infomationsmenge nahezu verfünfachen.

 

Dark Data: Potenzial bleibt oft ungenutzt

Wenngleich die meisten Entscheider Daten als Vermögenswert für den Gesamterfolg (81 Prozent), die Innovationskraft (75 Prozent) und die Cybersicherheit (78 Prozent) ihrer Unternehmen sehen, gibt es bei der strategischen Nutzung dieser noch Nachholbedarf: Sechs von zehn der Befragten räumen ein, dass mindestens die Hälfte der Daten in ihren Unternehmen Dark Data seien – also nicht quantifizierte, ungenutzte oder völlig unbekannte Informationen. Die Ermittlung dieser Daten sowie der Zugriff darauf erweist sich für viele Unternehmen als Schwierigkeit, was sich in erster Linie in der schieren Datenmenge begründet, die bewältigt werden muss.

 

Digitale Daten: Hürden bei der strategischen Nutzung

Laut 57 Prozent der Befragten wächst das Datenvolumen schneller als ihr Unternehmen in der Lage ist, Schritt zu halten. Dass ihr Unternehmen bei einem raschen Anwachsen der Datenmenge den Anschluss an die Konkurrenz verliert, befürchten knapp die Hälfte der Entscheider (47 Prozent). Der Umfrage zufolge fehlt es vielerorts an digitalem Know-how und taktischer Vorbereitung, aber auch an kokreten Use Cases und finanziellen Mitteln.

Weniger als die Hälfte der Führungskräfte (42 Prozent) geben an, über notwendige Expertenkenntnisse für den Einsatz neuer Technologien zu verfügen. Dabei beziehen sie sich auf sechs Schlüsseltechnologien, die in der Studie in den Fokus gestellt werden: Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, Blockchain oder Edge Computing, aber auch 5G, Internet of Things sowie Augmented und Virtual Reality.

 

Effizientere Datennutzung: Entscheider glauben an neue Technologien

Trotz unzureichender Fachkenntnisse und der Tatsache, dass derzeit weniger als ein Drittel der Unternehmen bereits die genannten Technologien einsetzen, glauben die Entscheider an deren Zukunft. Bei allen genannten Technologien erwartet etwa die Hälfte (49 Prozent) der Befragten, dass sie diese künftig nutzen werden.

„Unsere Informationen deuten auf eine rasche Nutzung und die Einführung in einer relativ kurzen Zeitspanne hin“, sagen die Studienautoren. Die aktuelle Viruskrise habe noch einmal deutlich gemacht, welche wichtige Rolle Technologie in Wirtschaftssystemen, beim Personal und im Gesundheitswesen spielt.

Doch wird den Herausforderungen, die diese Technologien und das damit einhergehende größere Datenvolumen für alle Unternehmen mit sich bringen werden, nach Auffassung der Autoren noch nicht genügend Beachtung geschenkt. Sie geben zu bedenken, dass der Einsatz neuer Technologien bei unzureichender Vorbereitung das Dark-Data-Problem verschärfen könnte. So werde der Übergang in eine komplett vernetzte Welt erschwert, in der Daten die Grundlage für jede Entscheidung bilden.

 

Sämtliche Ergebnisse der Studie können Sie nach Angabe Ihrer Kontaktdaten hier einsehen.

 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auf dem MR BLUEFIELD-Blog für alle Personengruppen die männliche Form, wobei wir darin ausdrücklich weibliche und diverse Menschen inkludieren.

 

Weiterführende Beiträge:

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MR BLUEFIELD FASST ZUSAMMEN

  • Entscheider gehen laut der neuen Splunk-Studie davon aus, dass sich die Datenmenge allein bis 2025 nahezu verfünfachen wird.
  • Die meisten Unternehmen sehen das exponentielle Datenwachstum als Chance – für den Gesamterfolg, die Innovationskraft sowie die Cybersicherheit des Unternehmens.
  • Jedoch sind die wenigsten Unternehmen (14 Prozent) ausreichend auf die wachsende Datenflut vorbereitet. Sechs von zehn der Befragten geben an, dass mindestens die Hälfte der Daten in ihren Unternehmen Dark Data seien – nicht quantifizierte, ungenutzte oder unbekannte Informationen.
  • Knapp die Hälfte der Befragten befürchtet, dass ihr Unternehmen bei einem raschen Anwachsen des Datenvolumens den Anschluss an die Konkurrenz verliert.
  • Der Umfrage zufolge mangelt es vielerorts an konkretem Know-how und taktischer Vorbereitung, an klaren Use Cases und finanziellen Mitteln. Dennoch glauben die befragten Entscheider an das Potenzial neuer Technologien für eine effizientere Datenverarbeitung und -nutzung.