S/4HANA: Weshalb Unternehmen mit der Umstellung beginnen sollten

Blog Post

MR BLUEFIELD - Oktober 02, 2020

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Tausende Unternehmen weltweit müssen noch auf SAP S/4HANA umstellen – für die meisten erweist sich die Migration als enorme Herausforderung. Aber wie komplex ist das Transformationsvorhaben tatsächlich und welche Aspekte müssen unbedingt bei der Umstellung bedacht werden? Wir geben Antworten auf typische Fragen zu der neuen Generation der SAP Unternehmenssoftware.

Dies ist der erste Teil der Artikelserie "Migration nach SAP S/4HANA: Antworten auf Ihre Fragen". Den zweiten Serienteil finden Sie hier.

 

Warum müssen Unternehmen nach S/4HANA migrieren?

Mit der neuen Echtzeit-ERP-Lösung reagiert SAP auf aktuelle und künftige digitale Marktanforderungen an Unternehmen. Die bestehende Software wurde einem grundlegenden Technologiewandel unterzogen: Als digitaler Kern der IT-Architektur soll S/4HANA Anwenderunternehmen dabei unterstützen, Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters flexibel, schnell und informiert anzugehen sowie Unternehmensprozesse schlank und sicher abzubilden. S/4HANA ist deshalb weit mehr als nur ein Nachfolger der älteren SAP Unternehmenssoftware, weshalb auch die Migration weitaus komplexer ist als ein reines Software Upgrade. Unternehmen haben es mit einer umfassenden Transformationsaufgabe zu tun, die großes Innovations- und Optimierungspotenzial birgt.

 

Welchen Mehrwert bietet der Umstieg?

Unternehmen rüsten sich mit dem Wechsel auf die neue SAP Business Suite für die Zukunft. SAP S/4HANA ist eines der modernsten ERP-Systeme der heutigen Zeit und stellt die technologische Grundlage für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen dar. Echtzeitanalysen, die Verknüpfung von operativen und analytischen Funktionen sowie ein erheblich geringerer Gesamtspeicherbedarf sind nur einige der Vorteile.

Die neue ERP-Suite soll die digitale Transformation von Unternehmen bestmöglich unterstützen. Das Ziel ist, komplexe IT-Landschaften oder manuell gesteuerte Prozesse, die oftmals mit älteren ERP-Anwendungen verbunden sind, zu überwinden, um Unternehmen zukunfts- und konkurrenzfähig aufzustellen. Das zahlt sich gerade in Krisenzeiten aus: Entscheider können flexibler und agiler auf sich ständig wandelnde Anforderungen reagieren.

 

Bis wann muss die Umstellung abgeschlossen sein – was passiert danach?

SAP hat das Wartungsende bestehender ERP-Systeme verlängert: Spätestens bis zum 31. Dezember 2027 soll jedes Unternehmen, das SAP weiterhin nutzen möchte, den Schritt auf SAP S/4HANA vollzogen haben. Gegen Aufpreis wird bis 2030 eine Extended-Wartung angeboten, die optional genutzt werden kann. Unternehmen erhalten damit mehr Zeit für das Transformationsvorhaben. Diesen Freiraum sollten sie effektiv nutzen: Um das Potenzial von S/4HANA vollumfänglich zu heben, sind meist größere Umgestaltungsarbeiten an bestehenden ERP-Landschaften und Prozessen notwendig. Wer frühzeitig umstellt, sichert sich zudem einen Wettbewerbsvorteil und kann früher als die Konkurrenz von den Vorteilen profitieren, die S/4HANA bietet.

 

Wie bringen Unternehmen ihre Daten nach S/4HANA?

Die Frage, welcher Migrationsweg zu der individuellen Ausgangssituation und künftigen Unternehmensstrategie passt, treibt viele Entscheider um. Laut einer Trendumfrage des IT-Onlinemagazins erweist sich die Definition einer passgenauen Migrationsstrategie für 60 Prozent der Befragten als größte Herausforderung bei der Umstellung.

Zwar haben sich in der Vergangenheit zwei Ansätze etabliert: Eine komplette Neuimplementierung (Greenfield) oder eine Transformation des vorhandenen SAP-Systems (Brownfield). Jedoch fordern beide Methoden gerade von großen Unternehmen eine Aufarbeitung ihrer oft heterogenen Altsysteme, was den ohnehin enormen Aufwand bei tiefgreifenden Veränderungen in ERP-Landschaften erhöht. Entscheider sind daher gut beraten, nach einer Alternative zu suchen, mit der sich die S/4HANA-Einführung beschleunigen lässt: Mit dem BLUEFIELD-Ansatz werden Funktionen und Daten in einem einzigen Go-live-Projekt migriert und aktualisiert. So lassen sich effektiv Zeit und Kosten sparen.

 

Welches Betriebsmodell von SAP S/4HANA ist das richtige?

Für Unternehmen bieten sich verschiedene Optionen, um S/4HANA zu betreiben. Sie können die klassische Softwarelösung wählen, die auf eigenen Servern betrieben wird (On-Premises). Alternativ lassen sich Server, Storage und Netzwerkressourcen – also die gesamte Infrastruktur für den Betrieb von SAP S/4HANA – an einen Dienstleister auslagern (Hosting). Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, um SAP S/4HANA flexibel aus der Cloud zu betreiben. Bevor sich Unternehmen auf ein neues Betriebsmodell festlegen, sollte die bislang genutzte Architekturmodell gemeinsam mit IT-Experten hinterfragt sowie wesentliche Entscheidungskriterien bzw. künftige Anforderungen diskutiert werden.

 

Weiterführende Beiträge:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auf dem MR BLUEFIELD-Blog für alle Personengruppen die männliche Form, wobei wir darin ausdrücklich weibliche und diverse Menschen inkludieren.

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MR BLUEFIELD FASST ZUSAMMEN

  • SAP S/4HANA soll die Transformation von Unternehmen bestmöglich unterstützen.
  • Die neue ERP-Suite bildet die technologische Basis für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.
  • Der Wechsel zu SAP S/4HANA ist mehr als ein Software Upgrade und sollte bis Ende 2027 vollzogen sein.
  • Der Umstieg kann komplex und kostspielig sein, wenn sich Unternehmen für herkömmliche Ansätze (Greenfield oder Brownfield) entscheiden.
  • Mit dem BLUEFIELD-Ansatz wird die Migration beschleunigt und dadurch kostengünstiger.