Fusionen und Übernahmen: So gelingt der IT-Zusammenschluss

Blog Post

MR BLUEFIELD - September 01, 2020

arrow

unsplash | sean pollock

Restrukturierungsdeals und Notverkäufe: Merger und Akquisitionen (M&A) gewinnen im Verlauf der aktuellen Pandemie zunehmend an Relevanz. Doch ob sich ein Unternehmenszusammenschluss am Ende wirklich auszahlt, ist wesentlich von der IT-Zusammenführung abhängig. Mit diesen Handlungsempfehlungen lenken Sie Ihr IT-Merger-Projekt auf Erfolgskurs.

 

Mit der Übernahme oder Fusion von Unternehmen und Geschäftseinheiten verfolgen Entscheider vor allem eines – wirtschaftliche Ziele. Neue Geschäftsmodelle sollen weiteres Wachstum und die eigene Zukunftsfähigkeit sichern sowie den Wettbewerbsdruck mindern. Damit eine M&A-Transaktion erfolgreich verläuft, gilt es verschiedenste Handlungsfelder zu orchestrieren: Diese reichen von organisatorischen und prozessualen Veränderungsprozessen bis zur IT-Merger-Integration. Vor allem die Aufgaben rund um den Zusammenschluss großer Systemlandschaften erweisen sich als herausfordernd, selbst für erfahrene Manager. Der gesamte Integrationsprozess muss mit Blick auf Kosten, Nutzen und Synergien effektiv geplant, verwaltet sowie innerhalb eines kontrollierten, meist sehr kurzen Zeitraums realisiert werden.

Die folgenden Praxistipps helfen dabei, das Transformationsvorhaben bestmöglich zu planen, um den Höchstwert aus einer M&A-Transaktion zu erzielen:

 

Vorbereitungsphase: IT-Integration rechtzeitig planen

Obwohl die IT-Integration als kritischer Faktor für den gesamten Projekterfolg gilt, wenden sich Unternehmen der technischen Seite oftmals zu spät zu. Arbeits- und Zeitaufwand werden unterschätzt. Dabei raten Experten dazu, die Planung der IT-Umstellung bereits im Rahmen der Due-Diligence-Phase zu initiieren, in der sich ein Unternehmen für den Kauf qualifiziert. Denn Fusionen und Übernahmen verursachen einen gewaltigen Wandel im Unternehmen, der auch aus IT-Sicht zu Veränderungen in verschiedensten Bereichen führt. Wer mögliche Risiken, Chancen und Maßnahmen bereits im Vorfeld analysiert und plant, ist klar im Vorteil. So lassen sich unnötige Komplikationen vermeiden, die Unternehmen gerade in der Krise unnötig belasten könnten.

Bei der Beurteilung, welche individuellen Integrationschancen und -risiken bestehen und welcher Intergrationsansatz der effektivste für das eigene Unternehmen ist, kann ein spezialisierter Dienstleister helfen.

 

Fahrplan für die IT-Integration entwickeln

Wie bei jedem umfangreichen Transformationsvorhaben steht am Anfang die Strategie: Unternehmen, die in der Lage sind, ihre Übernahmen kritisch zu beurteilen und während der M&A-Transaktionen kostensparende Maßnahmen umzusetzen, agieren besonders erfolgreich.

Um einen detaillierten Fahrplan für alle Projektphasen zu entwickeln, erweist es sich als vorteilhaft, neben der eigenen IT und externen Experten auch betroffene Fachbereiche frühzeitig einzubeziehen. Gemeinsam sollte ermittelt werden, welche Daten in das System des kaufenden Unternehmens übertragen werden müssen, können und dürfen. Und welche historischen Daten besser archiviert werden sollten. Idealerweise fließen die Ergebnisse in eine maßgeschneiderte Migrationsstrategie sowie Roadmap ein: Diese werden mithilfe einer speziellen Transformationssoftware nach eingehender Analyse der Systeme, Organisationsstrukturen und -prozesse erstellt, um Planungsicherheit und Transparenz in jeder Projektphase zu garantieren.  

 

Transformationssoftware: Worauf es bei der Auswahl ankommt

Die Erstellung einer passgenauen Migrationsstrategie und Roadmap ist nur ein Kriterium, an dem die Qualität der Transformationssoftware bemessen werden sollte. Bei der Auswahl empfiehlt es sich auch darauf zu achten, dass mit der IT-Lösung ganze Systemlandschaften visualisiert sowie Auswirkungen der geplanten Veränderungen noch vor der tatsächlichen Transformation simuliert werden können. Auf diese Weise lassen sich Komplikationen vermeiden – wie etwa längere Ausfallzeiten des laufenden Betriebs, die rasch zu hohen Kosten führen können. Um den Geschäftsbereich weitgehend störungsfrei zu halten, werden Systemumstellungen daher idealerweise im Near-Zero-Downtime-Verfahren ermöglicht. Wer Transformationen darüber hinaus automatisiert oder teilautomatisiert durchführt, sichert sich weiterhin ab. Ein standardisiertes Verfahren ist im Gegensatz zu manuell durchgeführten Projekten weniger fehleranfällig und bietet mehr Chancen zur Kostenoptimierung. Beispielsweise lassen sich Vorlaufzeiten sowie die gesamte Projektdauer verkürzen.

 

Nicht zuletzt: Mitarbeiter auf Veränderungen vorbereiten, digitales Know-how vermitteln

Bei einer IT-Integration stehen zweifelsohne die Daten im Vordergrund. Im Verlauf des Transformationsprojektes ist es aber ebenso wichtig, die Mitarbeiter nicht aus dem Blick zu verlieren.

Die durch eine Fusion oder Übernahme verursachten Veränderungen werden Auswirkungen auf die gesamte Organisation haben. Entscheider sind daher vor die Aufgabe gestellt, ihre Mitarbeiter ins Boot zu holen und aktiv über das Ausmaß sowie die Notwendigkeit des Wandels zu informieren. Ergänzend dazu braucht es konkrete Hilfestellungen, mit denen sich die Belegschaft auf die geplante Umgestaltung vorbereiten kann. Dank digitaler Medien und Tools sind die Möglichkeiten vielfältig und lassen zielgerichtete Trainings zu.

 

Fazit: IT-Integration frühzeitig und strategisch planen

Die Verschmelzung von IT-Systemen in Folge einer Fusion oder Übernahme ist von Natur aus komplex, kann aber durch eine rechtzeitige Planung, einen klar ausgearbeiteten Fahrplan sowie eine zügige Datenmigration sicher ans Ziel gebracht werden. Das Hauptaugenmerk sollte – idealerweise bereits in der Strategiephase sowie während der Due-Diligence-Aktivitäten – darauf liegen, den effizientesten Integrationsansatzes für das Unternehmen zu ermitteln. Der ideale Ansatz bietet eindeutige Möglichkeiten zur Kostenoptimierungen, etwa durch eine automatisierte Datenmigration im Near-Zero-Downtime-Verfahren. Fällt die Wahl hingegen auf einen herkömmlichen Transformationsansatz, steigt das Wahrscheinlichkeit von Mehrausgaben und Verzögerungen. Diese wiederum können den Wert der M&A-Transaktion insgesamt mindern.

 

Weiterführende Beiträge:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auf dem MR BLUEFIELD-Blog für alle Personengruppen die männliche Form, wobei wir darin ausdrücklich weibliche und diverse Menschen inkludieren.

CTA

MR BLUEFIELD FASST ZUSAMMEN

  • Der Erfolg einer M&A-Transaktion hängt wesentlich von einer gelungen IT-Zusammenführung der verschiedenen Systemlandschaften ab.
  • Ein solches Transformationsvorhaben ist eine gewaltige Herausforderung, kann aber durch eine rechtzeitige Planung, einen detaillierten Fahrplan sowie eine zügige Datenmigration sicher ans Ziel gebracht werden.
  • Das Hauptaugenmerk sollte – bereits in der Strategiephase sowie während der Due-Diligence-Aktivitäten – darauf liegen, den effektivsten Integrationsansatzes zu ermitteln.
  • Der gewählte Transformationsansatz bietet idealerweise Möglichkeiten zur Kostenoptimierung, etwa durch die automatisierte Datenmigration im Near-Zero-Downtime-Verfahren.
  • Fällt die Wahl hingegen auf einen herkömmlichen Integrationsansatz, steigt die Wahrscheinlichkeit von Mehrausgaben und Verzögerungen, die wiederum den Wert der gesamten Transaktion mindern könnten.