Cloud-Migration: Mit diesen 5 Fragen sollten Sie sich beschäftigen

Blog Post

MR BLUEFIELD - September 28, 2020

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pixabay | michael gaida

Der Weg in die Cloud gilt als notwendiger Schritt, um den digitalen Fortschritt im Unternehmen voranzutreiben. Gerade in der Krise zeigt sich, dass cloudbasierte Prozesse die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg bilden. Doch was müssen Entscheider beim Auslagern von Speicherplatz, Software und Rechenleistung in das Internet beachten? Wie können sie Risiken vermeiden und das Potenzial optimal heben? Wir geben Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Cloud-Migration.

 

Knapp die Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) in Deutschland befinden sich laut einer neuen IDC-Studie bereits in einer fortgeschrittenen Phase ihrer Cloud-Umsetzung. Diese Unternehmen sind in der Viruskrise klar im Vorteil: Cloudbasierte Prozesse sichern die nötige Flexibilität und Agilität, um strategisch auf unerwartete Ereignisse reagieren zu können. Auch angesichts verstärkter Home-Office-Tätigkeiten zahlt sich der mobile Zugriff auf IT- Ressourcen aus. Nicht wenigen, vor allem mittelständischen Unternehmen steht der Umzug in die Cloud aber noch bevor: Vielerorts mangelt es an digitalem Know-how, um das Transformationsvorhaben optimal zu planen. Insbesondere die Migration bestehender Systeme mit langjähriger Betriebsgeschichte erweist sich anspruchsvoll. Folgende Fragestellungen helfen dabei, die Umstellung schnell und sicher anzugehen.

 

1. Welche Cloud ist für das eigene Unternehmen geeignet?

Angesichts der enormen Auswahl sind Entscheider gut beraten, einige besonders renommierte Anbieter vorauszuwählen. Best-Pratice-Beispiele von Referenzkunden zeigen, ob sich ein Provider mit der eigenen Branche auskennt und passende Dienstleistungen bzw. Supportangebote anbietet. Ein entscheidender Faktor ist zudem das Thema Datensicherheit (siehe Frage 5).

Nicht zuletzt sollte die Wahl vor dem Hintergrund eigener, definierter Ziele erfolgen – wie etwa optimale Verfügbarkeit und Skalierung der IT-Leistung oder effektive Kosteneinsparung. Je nach Ziel und Anforderung entscheidet sich auch, ob nur mit einem oder mehreren Cloud-Anbietern zusammengearbeitet werden sollte. Hier lohnt es, neue Entwicklungen im Blick zu behalten: Laut der IDC-Studie geht es künftig darum, Funktionen verstärkt in cloudbasierten Business-Plattformen abzubilden.

 

2. Welche Daten können, sollen und dürfen in die Cloud?

Die Frage, welche betrieblichen Daten in die Cloud ausgelagert und welche besser auf den eigenen Servern verbleiben sollten, lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Bei der Datenmigration gibt es nicht wenige Regeln zu befolgen. Je nach Betriebsform müssen beispielsweise variierende Aufbewahrungsfristen für Steuerbescheide, Rechnungen und andere Dokumente eingehalten werden.

Im Allgemeinen ist jedoch die Übertragung aktiv genutzter Daten sinnvoll, damit auf diese ortsunabhängig zugegriffen werden kann. Ungenutzte Daten können hingegen in vielen Fällen auf den Unternehmensservern bzw. in einem lokal angelegten Back-up verbleiben – mit positivem Effekt auf die Speicherkosten. Bei der Klassifikation und Strukturierung der Daten kann ein Dienstleister behilflich sein, der auf das Themengebiet spezialisiert ist und innovative Lösungen für die tatsächliche Migration mitbringt.

 

3. Wie lassen sich Daten und Systeme optimal in die Cloud migrieren?

Viele Entscheider fragen sich, welcher Migrationsansatz zu der Ausgangssituation des eigenen Unternehmens sowie der Zielvorstellung passt. Und das ist gut so: Denn der gewählte Weg in die Cloud, genauer gesagt die dafür genutzte Transformationssoftware, erweist sich als kritischer Faktor für den gesamten Projekterfolg.

Bei der Auswahl empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die IT-Lösung eine detaillierte Planung des Transformationsvorhabens mit genauer Aufwandsschätzung ermöglicht. Auswirkungen geplanter Veränderungen sollten bereits vor der eigentlichen Transformation ersichtlich sein und in die maßgeschneiderte Transformationsstrategie einfließen. Wer die Transformation automatisiert oder teilautomatisiert durchführt, sichert sich weiterhin ab. Daten werden passgenau und konsistent aus der Quellumgebung geschnitten und in das neue Zielsystem transferiert. Ein solches standardisiertes Vorgehen erweist sich als wesentlich weniger fehleranfällig und wirkt sich positiv auf Vorlaufzeiten bzw. das gesamte Projekttempo aus.

 

4. Wie vermeidet man längere Ausfallzeiten bei der Datenmigration?

Um den Geschäftsbetrieb während einer Cloud-Migration weitgehend störungsfrei zu halten, bietet sich das Near-Zero-Downtime-Verfahren an. Mit dieser Methode wird die Unterbrechung geschäftskritischer Prozesse im Vergleich zu herkömmlichen Migrationsansätzen, die längere Systemausfallzeiten erfordern, minimiert. So profitieren Unternehmen schneller von den Vorteilen der gewählten Cloud-Lösung und treiben den eigenen digitalen Wandel voran.

 

5. Was muss bei der Datensicherheit in der Cloud beachtet werden?

Sicherheit und Datenschutz gelten als größte Hemmnisse, die Unternehmen von dem Schritt in die Cloud abhalten. Insbesondere bei Public-Clouds aus dem Internet bestehen nach wie vor Bedenken. Dabei soll die Public-Cloud laut verschiedener Studien, wie etwa dem Cloud-Monitor 2020, weniger anfällig für Sicherheitsvorfälle als die eigene IT sein – und immer sicherer werden.

Dazu können eigene Sicherheitskonzepte und Maßnahmen erheblich beitragen: Wichtig ist etwa, dass die Daten bei der Cloud-Migration verschlüsselt werden. Seriöse Anbieter bieten End-to-End-Verschlüsselungen an. Daten werden vor dem Transfer verschlüsselt und verbleiben auch danach verschlüsselt auf dem Server. Eingehend geprüft werden sollte auch die rechtliche Sicherheit der gespeicherten Daten: In Europa werden personenbezogene Daten idealerweise auf Servern in der EU abgelegt, um der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu entsprechen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Mitarbeiter kontinuierlich zu schulen und etwa für die Notwendigkeit sicherer Passwörter zu sensibilisieren, denn der Mensch gilt im Hinblick auf die Datensicherheit als größter Schwachpunkt. Als zielführend erweist es sich zudem, schon vor der Datenmigration Zugriffsrechte zu verteilen. Nicht jeder Mitarbeiter benötigt Zugriff auf alle Betriebsdaten in der Cloud, das Ziel sollten bedarfsorientierte Berechtigungen sein.

 

Empfehlung: Online-Sessions zum Thema Cloud-Migration

Sie erwägen den Schritt in die Cloud und fragen sich, welche Aspekte bei der Migration komplexer SAP-Landschaften beachtet werden müssen, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten? Wir empfehlen Ihnen die folgenden zwei Online-Sessions:


Weiterführende Beiträge:

Weitere Informationen zur IDC-Studie "Cloud Computing 2020+" finden Sie hier.

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MR BLUEFIELD FASST ZUSAMMEN

  • Gerade in der Krise sichern cloudbasierte Prozesse die nötige Flexibilität , um angemessen auf unerwartete Ereignisse reagieren zu können.
  • Nicht wenigen Unternehmen steht der Umzug in die Cloud noch bevor. Da sich die Migration bestehender Systeme als anspruchsvolle Aufgabe erweist, sollten sie planvoll vorgehen.
  • Einen exakten Überblick müssen sich Entscheider etwa darüber verschaffen, welche Daten in die Cloud migriert werden müssen, sollen, dürfen – dies kann je nach Betriebsform variieren.
  • Kritisch für den Projekterfolg ist auch der gewählte Migrationsansatz: Die IT-Lösung sollte eine konkrete Planung des Transformationsvorhabens mit genauer Aufwandsschätzung ermöglichen und Ausfallzeiten des laufenden Betriebes minimieren.